Kostenübernahme

 

Gesetzlich versicherte:

Die Kosten werden in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen: die entstandenen Kosten für gehaltene Therapien werden von uns über ein Abrechnungszentrum direkt mit Ihrer jeweiligen Krankenkasse abgerechnet.

Die Therapie gesetzlich versicherter Kinder ist zuzahlungsfrei, für gesetzlich versicherte erwachsene Patienten fällt grundsätzlich eine Zuzahlung von 10% des Verordnungswertes plus 10 Euro pro Verordnung an. Wir sind gesetzlich dazu verpflichtet, diese Zuzahlungen im Verlauf der Behandlung vom Patienten einzuziehen. Es handelt sich dabei nicht um Mehreinnahmen; der Zuzahlungsbetrag wird automatisch von den Krankenkassen bei der Abrechnung vom abzurechnenden Betrag abgezogen und einbehalten.

Sollten Sie im Laufe eines Kalenderjahres aber bestimmte Belastungsgrenzen erreichen, können Sie sich von vielen Zuzahlungen der Krankenkasse befreien lassen oder sich am Jahresende den über der Belastungsgrenze liegenden Betrag erstatten lassen. Die Belastungsgrenze liegt bei 2 % des Bruttoeinkommens, bei chronisch Kranken bei 1 %. Genauere Informationen hierzu erhalten sie bei Ihrer Krankenkasse.

 

Privat versicherte: 

Zu Beginn wird zwischen unserer Praxis und Ihnen ein Behandlungsvertrag geschlossen, welcher alle möglichen Kosten detailliert darlegt, so dass Sie mit Beginn der Behandlung über die auf Sie zukommenden Kosten informiert sind.

Die Abrechnung der entstandenen Kosten durch erbrachte Therapien erfolgt aufgrund des o. g. Behandlungsvertrages mit Ihnen direkt und nicht mit Ihrem Versicherungsunternehmen. Nach Abschluss einer Verordnung (i. d. R. nach zehn Therapien) erhalten Sie die Rechnung in zweifacher Ausführung von mir, so dass Sie ein Exemplar zu Ihren Akten nehmen und ein weiteres Exemplar an Ihre Versicherung zur Kostenübernahme einreichen können. (Für beihilfeberechtigte Patienten stelle ich auch gerne auf Anfrage eine weitere Kopie der Rechnung aus.) Der Rechnungsbetrag ist binnen 30 Tagen nach Rechnungsdatum ungekürzt fällig.

Ob und in welcher Form Sie als Privatpatient einen Erstattungsanspruch gegenüber einem Kostenträger (private Krankenversicherung / Beihilfe) haben, ist für die Wirksamkeit der Vereinbarung über die Höhe der Vergütung ohne Belang.

Die von den privaten Krankenversicherungen bzw. Beihilfestellen festgesetzten Höchstsätze berühren nicht das private Rechtsverhältnis und somit auch nicht die Vereinbarung über die Vergütungshöhe zwischen unserer Praxis und Ihnen als Privatpatient.

 

 

Beihilfe berechtigte:

Die Beihilfesätze – oder genauer die beihilfefähigen Höchstbeträge – sind Obergrenzen für die Erstattung von Heilmittelkosten von Beihilfeberechtigten Personen. Analog zu dem vom Arbeitgeber in der freien Wirtschaft gezahlten Anteil in die gesetzliche Krankenversicherung von Arbeitnehmern erhalten Beamte einen „Zuschuss“ zu den ihnen entstehenden Kosten zur Versicherung des Krankheitsfalles vom Staat, ihrem Arbeitgeber, in Form der Beihilfe. Eine private Krankenversicherung besteht üblicherweise zur Absicherung der Restsumme.

Festgesetzt werden die Beihilfesätze durch die Innenministerien von Bund und Ländern. Die Anpassungen sind allerdings zuletzt immer weiter hinter der allg. Preisentwicklung zurückgeblieben. Dahinter steht, dass die Innenminister auch den Beamten eine Eigenbeteiligung bei den Krankheitskosten abverlangen möchten, ähnlich dem System der gesetzlichen Krankenkassen.

Insofern wird deutlich, dass die Beihilfesätze als Grundlage für eine „offizielle Preisliste“ für Heilmittel jeglicher Grundlage entbehren, auch wenn dies immer wieder von privaten Krankenversicherern behauptet wird.